Selbstwert

Eine Frage die viele Menschen, oft Frauen, beschäftigt. Manchmal bewundern wir andere für ein forsches und offenes Auftreten und sind selbst schüchtern oder unsicher. Mehr Selbstwert - Selbstvertrauen - Selbstbewusstsein zu bekommen, ist ein schwieriges Thema.

Es ist ein Thema, das dir in der Tiefe zeigt, wie du zu dir stehst, wie du lernen kannst, dich selbst an zu nehmen.

Kraft, Energie und der Wille an sich und der eigenen Einstellung arbeiten zu wollen, sind wichtige Voraussetzungen.
Gerade Mütter nehmen sich stark zurück, leben oft für die Kinder, denken für die Kinder.

Oft ist es gar so, dass Mütter eine ganz lange Zeit "hinten" anstehen. Die eigenen Bedürfnisse nicht mehr stillen - und dadurch oft einen grossen Teil des Selbstwert nicht mehr fühlen können.

Wie entsteht Selbstwert?

Meine Selbstbewertung entsteht aus dem Selbstwertgefühl. So wie ich mich selber bewerte, in Gedanken und in Erzählungen - so ist auch mein Selbstwertgefühl. Was bin ich Wert und wie werde ich von anderen wahrgenommen? In positiven sowie in negativen Bewertungen.

Was haben meine Gedanken mit dem Selbstwert zu tun?
Leider sehr viel. Denn viele Gedanken und Muster begleiten uns schon viele, viele Jahre. Oft kommt unser schlechter Selbstwert aus der Kindheit. Oft sind es sehr frühe Erfahrungen, die eine tiefe Unsicherheit manifestiert haben. Botschaften wie z.B. “Lass das sein, das schaffst du eh nicht.” oder “Was soll aus dir bloß mal werden?” "Du wirst das nie lernen" etc. prägen uns. Darüber hinaus können auch einzelne Erlebnisse wie das Versagen in einer bestimmten Situation oder das Verlassen werden von einem wichtigen Menschen zu mangelndem Selbstbewusstsein führen.

Es gehört immer auch eine Unsicherheit über den Wert der eigenen Person und ein “Sich-nicht-annehmen-können” dazu.

Ist es nicht so, dass wir als Kind gefallen wollen - oft sogar noch als Erwachsene Frau, dank unseren Mustern. Viele von uns wurden als Kind hauptsächlich gelobt und geliebt, wenn wir gute Leistungen erbracht haben. Gute Noten, aufgeräumtes Zimmer, unser Musikinstrument regelmässig geübt, im Turnverein und vieles mehr. Brachten wir unsere Leistung nicht - wurden wir gerügt. In vielen Coachings und Therapien erlebe ich, dass viele Kinder sogar den Liebesentzug der Eltern zu befürchten hatten, wenn die Leistung nicht stimmte. Ein Kind lernt daraus, dass es für seine Leistungen und nicht als Mensch geliebt wird. Sobald dieses Kind keine „genügenden Leistungen“ erbringen konnte, fühlte es sich wertlos und entwickelte schlechte Selbstwertgefühle.
Ein tiefer Selbstwert ist folglich das Resultat einer kindlichen Einschätzung aus längst vergangenen Tagen. Sie basiert auf alten Aussagen der Eltern, Lehrern oder anderen Personen zu denen man Respekt hatte. Diese Aussagen führten über Kontinuität dazu, dass man anfängt, es selber zu glauben.

Im Grunde genommen ist sie keine Selbst-Wertschätzung sondern eine Fremd-Wertschätzung aus der Vergangenheit.

Tipp: Dich selber besser kennen lernen.

Ganz wichtig um deinen Wert kennen zu lernen und dadurch mehr Selbstvertrauen zu bekommen, ist dass du dich selber besser kennen lernst. Du magst jetzt sagen, dass du dich selber gut genug kennst. Das kann sein. Oft ist es jedoch so, dass man durch den Alltag und all seine Facetten, selten Zeit nimmt um sich mit sich selber zu beschäftigen. 

Vielleicht meditierst du morgens, machst tagsüber eine Pause um wirklich mit deinen Gedanken bei dir selber zu sein und vielleicht bist du auch eine Frau, die sich Abends Komplimente macht, was du heute alles wunderbares geschafft hast. Ja.. dann ein grosses Kompliment! Dann bist du sehr weit!

Oft ist es so, dass das Bild, das wir von uns selbst haben stark verzerrt ist. Wir sehen uns z.B. viel kleiner, unbelesener, hässlicher, dicker, unfähiger usw. als wir es sind. Schimpfen und sind unzufrieden was wir heute nicht geschafft haben... und vieles mehr. 

Jede von uns hat viele liebenswerte Seiten an sich und Fähigkeiten, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die dich wertvoll und einzigartig machen.

ÜBUNG: Beobachte dich selbst aus einer guten Distanz. So wie wenn du dich neben dich selber stellen würdest. Schau dich an wie eine gute Freundin (oder beste Freundin) und lerne dich selber so kennen, wie du einen anderen Menschen kennen lernen würdest. Sei dazu ganz offen, neugierig und.... vielleicht gar kindlich. Gehe offen und freundlich auf dich selber zu.

Tipp: Nimm Komplimente an

Wie ist deine Reaktion auf ein Kompliment? Denkst du dann: " Das meint die Person nicht ernst."- " Wirklich? Ach... das war gar nicht so....." " Meinst du mich?" etc... Löse dich von diesem Gedanken und höre auf damit, Komplimente zu hinterfragen und zu analysieren. Freuen dich einfach darüber und bedanke dich mit den Worten:" Schön, dass du das bemerkst."

EIN NEGATIVER SATZ, BENÖTIGT 10 POSITIVE UM ELIMINIERT ZU WERDEN Lass dir das mal so richtig auf der Zunge zergehen... Also hopp in die Hosen und die Selbstkritik SOFORT abgewöhnen!!

Tipp: Negative Gedanken umdrehen

Wenn du negative und dekonstruktive Gedanken hast, halte bewusst inne und sage laut (oder innerlich): „Sei ruhig " oder "Halt die Klappe!“ Dieses Bewusst machen erzielt eine „Gedankenumkehr“ . Es bewirkt, dass von dekonstruktiv in konstruktiv, von negativ in positiv umgedacht wird und am Ende die „guten“ Gedanken gewinnen.


Idee: Hier kann dir ein Stückchen Papier helfen. Nimm einen 30 Zentimeter langen Papierstreifen den du aufrollen und abschneiden kannst. Dann malst du ihn alle 10 Zentimeter in einer anderen Farbe an. z.B. Grün - Gelb - Rot (oder eben deine Lieblingsfarben) Nun kannst du immer einen Zentimeter abschneiden, sobald du dich selber kritisierst. Ziel ist es, dass die mittlere Farbe (hier Gelb) oder die letzte Farbe (hier Rot) möglichst lange dran bleiben und unberührt sind!

Selbstannahme

Sich selbst anzunehmen, scheint für viele Menschen unendlich schwer zu sein.
Das wichtigste was du verstehen darfst ist, dass wir selber unsere grössten Gegner sind. Ständig kritisieren wir uns selber und lassen kein gutes Haar an uns, es ist wie wenn wir ferngesteuert wären und diese innere Stimme einfach immer Überhand hat. Sei es, dass wir mit unserer Figur nicht zufrieden sind, die Intelligenz anzweifeln oder gar denken, dass wir es nicht verdient haben glücklich zu sein. Zudem sind wir mit uns selber viel strenger, als mit jedem anderen Menschen.


Selbstbewusstsein braucht als Basis die Selbstakzeptanz, die Selbstannahme. Nur wer sich selbst annehmen kann und zu sich selbst steht, hat Selbstbewusstsein und wirkt selbstsicher nach außen.

Das ist Fakt. Selbstannahme kannst du wundervoll im Alltag üben

Tipp: Lerne dich selber annehmen

Stoppe dich selbst, wenn immer du so etwas denkst wie “Ich blöde Kuh…” oder “Na toll, ich mach auch immer alles falsch.” Je öfter du dich solcher inneren Kritik bewusst wirst, desto leichter wird es dir fallen, diese Sätze durch etwas liebevolles und versöhnliches zu ersetzen, wie z.B.

"Na, das war nicht so toll, aber gleich mache ich es viel besser.” oder “Das ist heute einfach nicht mein Tag, macht nichts.”


Konzentriere dich auf deine positiven Eigenschaften, nicht auf deine Schwächen. Wenn du deinen Blick immer nur auf das richtest, was du nicht kannst, bekommst du ein falsches Bild von dir selber. Denke an all das, was du gut kannst.

Du bist in deiner ganz persönlichen Art einzigartig und es ist wundervoll und richtig, dass es dich gibt!

Respektlosigkeit ist etwas was wir selber sehr gut kennen. Wir respektieren uns oft nicht, erwarten aber von anderen, dass sie es tun sollten. Wir geben die Schuld an die Aussenwelt, wenn wir nicht akzeptiert werden. Ist dies korrekt? Ist es so, dass die anderen uns respektieren sollen - Wir uns selber aber nicht? Lass nicht zu, dass DU dich respektlos behandelst! So lässt du auch nicht zu, dass du von anderen Respektlos behandelt wirst. Wenn du dies zulässt, dann ist es ein negatives, abwertendes Signal für dich selber, für dein Selbstbewusstsein.

DU bist es wer, dass du dich gut behandelst und von anderen so behandelt wirst. Steh für dich ein!


ÜBUNG: Jeden Morgen wenn du vor dem Spiegel stehst, schaust du dir selber tief in die Augen und sagst laut: " ... (deinen Namen), guten Morgen! Ich mag dich - es ist wundervoll bist du hier. Du bist ein sehr wundervoller und wertvoller Mensch! Ich wünsche dir einen tollen Tag!"

Fange mit etwas Leichtem an, wie z.B. “Du hast schöne Augen.” Wie fühlt sich das an?

Ich weiss. Das hört sich jetzt ein wenig doof an und vielleicht auch "zu einfach..". Tatsache ist, dass es vielen sehr schwer fällt, sich selbst was Nettes zu sagen. Oft denken wir es... wenn überhaupt. Hier ist es aber enorm wichtig, das ganze LAUT zu sagen. Und glaube mir: Du wirst dich daran gewöhnen dir täglich etwas Nettes zu sagen.


Eigenlob riecht gut und ist eine Grundvoraussetzung für dich, dein Leben, dein Glück und deine Zufriedenheit!

Liebst du dich - dann bist du fähig andere zu lieben!

Tipp: Eigenlob und Erfolgsbuch

Kaufe dir ein schönes Notizbuch. Es muss nicht gross sein, doch sich gut anfühlen wenn du es in die Hand nimmst.
Die eigenen Erfolge aufzuschreiben ist eine absolut und vollkommen einfache, gut funktionierende Möglichkeit, um dir ein gutes Gefühl für dich selber zu geben. Die Wirkung wird nach 1 - 2 Wochen automatisch einsetzen. Und was sind schon 1 - 2 Wochen lang ein paar Minuten am Tag für dich selber einzusetzen?

Tu es einfach! Du wirst bemerken, dass dein Selbstvertrauen und dadurch dein Selbstwert grösser wird. Du bekommst eine freundliche Haltung zu dir selber Du wirst aktiver und packst anders an Du wirst Dinge schaffen, die vor kurzem noch wie ein grosser Berg vor dir standen


Schreibe jeden Abend 3 Erfolge, egal ob gross oder klein, in dein wundervolles Notizbuch. Dazu notierst du dir auch wie du dich bei diesem Erfolg gefühlt hast - und... auch die Gefühle die du VOR dem Erfolg hattest.


Dein Selbstvertrauen lebt von deinen Erfolgen. Jeder Erfolg soll festgehalten und auch gefeiert werden!
So bekommst du Gelegenheit, immer wenn es schwierig wird, du dich zurück gestossen fühlst, erfolglos, orientierungslos... hier neue Kraft und Energie zu schöpfen. Hier kannst du verstehen, dass du eine wundervolle, tolle, wichtige und wertvolle Frau bist!

Viel Vergnügen und Erfolg!

 

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Kursleiterin - Tanja Klaus

Ich kann mich sehr gut an die Geburt meines Sohnes erinnern. Aufgrund dessen, dass es mir während der Schwangerschaft nicht gelang die Angst vor der Geburt abzubauen, stand ich mir selber sehr im Wege. Leider gab es damals Hypnobirthing noch nicht in der Schweiz. Mein damaliger Mann hat mich hervorragend unterstützt und dank ihm kam ich da irgendwie durch. Zeitlich gesehen war es eine normale Geburt, lediglich hätte sie noch besser voran gehen können, wenn ich ruhiger und gelassener gewesen wäre. Hätte ich mich auf mein Urvertrauen verlassen und die mentale Kraft gehabt, welche in der Mentalen Geburtsvorbereitung vermittelt wird, wäre mein Sohn noch ruhiger und noch liebevoller auf die Welt gekommen.

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