Zappel Philipp

Die Geschichte vom Zappel Philipp

Aus dem Kinderbuch von Heinrich Hoffmann, was genau beschreibt, was heute viele erleben.

Es geht um den Jungen Philipp, der nicht still am Tisch sitzen kann, mit dem Stuhl schaukelt, am Ende mitsamt der Tischdecke und der Mahlzeit auf den Boden fällt. Die Mutter blickt stumm auf den Tisch.

Philipp liegt begraben unter dem Tischtuch, dem Essen, dem zerbrochenen Geschirr... Die Eltern sind zornig... jeder kann sich die Geschichte hier selber zu Ende denken.

Oder die Geschichte vom HANS - GUCK IN DIE LUFT?

Der Junge der auf dem Weg in die Schule, vor sich hin träumt, mit seinen Gedanken woanders ist und in den Himmel schaut. So rennt er einen Hund über den Haufen und fliegt mitsamt der Schulmappe in den Fischteich.

Hier ziehen viele Psychologen Parallelen zu Kindern der neuen Zeit und dem ADHS.

Oder Pippi Langstrumpf und viele andere Geschichten von der Erfolgsautorin Astrid Lindgren handeln von Kindern die wild, auflehnend, einfallsreich, kreativ, kontaktfreudig und hilfsbereit etc. sind. Und sich nur konzentrieren bei Dingen die sie wirklich interessieren. Bestimmt hatte die Autorin bei all ihren Geschichten kein Krankheitsbild vor Augen.

In den USA gibt es inzwischen eine Coming - Out - Welle berühmter sog. ADHS - Fälle. Da Vinci, Mozart, Einstein, Dustin Hoffmann, Jennifer Lopez, Robin Williams und Liz Taylor um nur einige zu nennen. Da kann ich nur sagen: Willkommen im Club!

Vielleicht sind nicht unsere Kinder krank, sondern eher unsere Gesellschaft. Und ADHS ist ein Ausdruck davon.

Die Eltern werden meist im Kindergarten damit konfrontiert. Ihr Kind ist nicht angepasst, bringt die Klasse durcheinander, schlägt, hört nicht zu, träumt und ist unanständig. Die Eltern fühlen sich überfordert, denken ihr Kind nicht mehr zu kennen und stehen mit dem Rücken an der Wand.

Die Mühle fängt an zu drehen und der Weg zum Schulpsychologen und zu Medikamenten wie Ritalin ist nicht weit weg.

Was ist denn das Genau dieses ADHS?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zur Gruppe der Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.

Sie äussert sich durch:

  • Probleme mit der Aufmerksamkeit
  • unkonzentriert
  • provoziert gerne
  • vergesslich
  • ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität)
  • Impulsivität

Es handelt sich dabei um eine neurobiologische Entwicklungsstörung. Daher sollten die Symptome seit Kindheit bestehen und für das Alter übermäßig stark ausgeprägt sein. Symptome alleine reichen jedoch für eine Diagnose nicht aus. Jungen sind merklich häufiger betroffen als Mädchen.

Ich bin nicht hyperaktiv, ich bin nur verhaltenskreativ!

Meine persönlichen Berührungspunkte mit ADHS

Warum schreibe ich gerade über dieses Thema? Weil so viele Eltern und Kinder damit in Berührung kommen. Sei es durch Selbstbetroffenheit, oder Freunde hat mit dieser Problematik, Kinder kennt, welche diese Diagnose bekommen haben - und weil ich damit das Verständnis entwickeln möchte für all jene die sich damit nicht auskennen.

Im November 1995 habe ich meinen Sohn geboren. Einen wundervollen, aufgeweckten und neugierigen kleinen gesunden Menschen. Mein Glück war perfekt! Alles war dran, schlafen konnte er herrlich und auch das Stillen klappte super! Freude pur!

Mein Sohn war sehr neugierig, er begriff vieles sehr schnell und konnte Dinge die er erlebt hat, gut behalten. Ich war stolz ein so flinkes Kerlchen als Sohn zu haben... hätte nie daran gedacht, dass uns dies einmal zum Verhängnis werden würde...

Angefangen hat es kurz vor dem Kindergarten, aber im laufe des Kindergartenjahres wurde es richtig deutlich.

Er war anders, hatte einen Kopf voller Ideen, wollte umsetzen und nicht still sitzen. Er wollte auch keinen Schokoladenkuchen von den Geburtstagskindern essen... (Das konnte er gut.. wenn er etwas nicht wollte daran festhalten). So sass er mehr VOR der Kindergarten Tür als DRIN.

Viele Eltern der anderen Kinder fingen an, ihn und mich zu meiden... er wurde nicht oft an Kindergeburtstage eingeladen, was uns beide gleichermassen schmerzte.

Wir waren voll in der Mühle, ohne es zu merken.

In der Primarschule nahm alles seinen Lauf. Schulpsychologe, Abklärungen, Schubladisierungen und Diagnosen. Ritalin... Doch dagegen wehrte ich mich und habe mich nicht darauf eingelassen. Es war mir klar, dass mein Sohn das nicht brauchen würde. Wir kriegen das schon hin, war mein Gedanke und mein Gefühl.

Zu Hause war es oft schwierig. Auch hier wollte er sich nicht hinsetzen, Hausaufgaben machen oder Zimmer aufräumen, sich an Regeln halten... Aber wenn ich die anderen Mütter hörte, hatten doch alle die gleichen oder ähnliche Probleme. Mussten die denn nicht zum Schulpsychologen?

Vieles haben wir gemacht (ohne Ritalin) und vieles ist uns auch gelungen.

In der 4. Klasse bekamen wir das erste Mal von einem Lehrer ein Kompliment am Elterngespräch. Mein Sohn sei sehr musikalisch und wenn sie Singstunde hätten, dann bewege er gleich den ganzen Körper, er werde innerlich ganz ruhig und hätte ein super Taktgefühl. OH WOW! Das war Balsam für unsere Seelen, auch wenn noch einiges dazu kam, was nicht so nett war...

Durch einige einschneidende private Ereignisse kam ein Umzug dazu. Dies war in der 5. Klasse. Eine wichtige Klasse. Darum haben wir uns für eine Privatschule entschieden. Dort sollte es so sein, dass in den kleinen Klassen und auch dem sehr persönlichen Umfeld, vieles Platz hat, aufgefangen wird und mein Sohn gut begleitet ist.

Bald war auch hier so einiges auf dem Kopf und wir mussten uns schweren Herzens für Ritalin entscheiden...

Es brach mir das Herz. Mein Sohn war nicht mehr sich selber...er konnte nicht mehr einschlafen. Den ganzen Tag war er nun ruhig gestellt und am Abend sagte er mir:

Mami, ich habe so ein Kribbeln in mir drin und das hört nicht auf... ich habe das Gefühl, dass ich jetzt wieder Leben in meinem Körper habe und kann nicht schlafen. Es war furchtbar! Wir beide litten an dieser neuen, für die Umwelt, ruhigen (ruhig gestellten) Situation.

Der Druck von aussen wurde grösser. Er musste angepasst werden... er war anders... es gelang nicht. Er wurde unglücklich und hat sehr, sehr viel geweint! Wollte nicht mehr zur Schule und hatte zu nichts mehr Lust. Wir haben ihn schnellst möglich versetzt.

Der neue Lehrer, werde ich wohl nie vergessen. ER hat sich bei mir bedankt, dass mein Sohn in seiner Klasse ist. Er sei so gewieft, intelligent, neugierig, witzig, schnell... (alles Dinge welche ich in all den Jahren ja auch an meinem Sohn so wundervoll fand) und er zeige ihm auf, warum er Lehrer sei. Tränen... ich war sooooo stolz!

Wir entschieden, dass mein Sohn am Weekend ohne Ritalin sein darf. Er wollte sich spüren und wieder sich selber sein. Das ging sehr gut, aber der Kampf, es am Montag wieder zu nehmen, wurde immer grösser. Wie gut konnte ich ihn verstehen.

Wir entschieden, dass mein Sohn am Weekend ohne Methylphenidat sein darf. Er wollte sich spüren und wieder sich selber sein. Das ging sehr gut, aber der Kampf, es am Montag wieder zu nehmen, wurde immer grösser. Wie gut konnte ich ihn verstehen.

Um der Geschichte ein Ende zu geben. Mein Sohn nimmt heute kein Ritalin mehr. Er hat auf sehr unkonventionelle Weise seinen ganz eigenen Weg ins Berufs- und Erwachsenenleben gewählt und macht das wunderbar.

Immer noch ist er neugierig, liebt Musik, ist sehr intelligent, witzig und gewieft... und immer noch liebe ich ihn so wie am ersten Tag!

Konnte schon immer gut tanzen. Vor allem aus der Reihe.

Was ist die Botschaft?

Liebe! Liebe! Liebe!

Sie ist der Inbegriff von Vertrauen, Mut, Sicherheit, Geborgenheit und vielem mehr. Es ist das wichtigste was wir unseren Kindern von Anfang an geben können und nie aufhört.

Auch wenn die Gesellschaft mit dem Finger auf uns zeigt...niemand versteht das eigene Kind besser, als die Eltern. Sie sind aus uns, von uns und mit uns. Kinder mit ADHS haben so viele Talente, sind super intelligent, wissbegierig und klar... oft auch unbequem.

Das wichtigste ist, dass sie geliebt werden. Und zwar genauso wie sie sind. Vielleicht sind sie anders, vielleicht fallen sie auf... aber sie sind nicht weniger als die anderen.

Kinder die anders sind, brauchen viel Struktur, dies gibt ihnen Sicherheit. Viel Zuversicht, dies gibt ihnen Mut den Weg zu gehen. Viel Bewegung, dies erlaubt ihnen das innere Kribbeln auch zu leben. Viel gesundes Essen, denn der Darm hat ein Wörtchen mit zu reden.

Und viel, viel, unendlich viel Liebe!

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

Erasmus von Rotterdam

Wie kann ich mein Kind unterstützen?

Wie schon erwähnt ist es wichtig, dass dem Kind das Gefühl gegeben wird, dass es genauso wie es ist, geliebt wird. Es ist nicht falsch, krank oder gar therapiebedürftig. Das ist für mich der wichtigste Grundsatz und Ansatz.

Kinder mit Verdacht auf ADHS brauchen liebevolle Strukturen. Liebevoll und bestimmt gesetzte Grenzen (Einschränkung von Medien, Computerspielen etc.), Bewegung und eine gesunde Ernährung.

(Wenig Milchprodukte, kein Schweinefleisch, Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und andere Spurenelemente. All dies hat erhebliche positive Auswirkungen auf dein Kind.

Kinder können spielerisch meditieren, über die Körperspannung und Entspannung regulieren und die Eltern haben eine wunderbar qualitative Zeit mit ihrem Kind.

Ebenfalls ist die Wirkung der ätherischen Öle seit jeher weit bekannt. Gibt es doch keinen schnelleren Weg in unser Gehirn als über die Nase und den Duft. Es Trifft direkt auf das limbische System und kann dort mit den Emotionen und Erinnerungen arbeiten.

2001 hat Dr. med. Terry Friedmann richtungsweisende Studien mit ätherischen Ölen gegen ADS und ADHS abgeschlossen.

Unter Verwendung von Inhalation reiner ätherischer Öle, einschliesslich Vetiver, Zeder und Lavendel von zweimal täglich, erreichte Dr. Friedmann in nur 60 Tagen klinisch signifikante Reaktionen.

(Quelle: Nachschlagewerk für ätherische Öle von Young Living)

Möchtest du mehr wissen wie du dein Kind auf eine wundervolle, einfache und wirkungsvolle Art unterstützen kannst? Gerne stehe ich dir für Auskünfte / Beratung zur Seite.

Manchmal muss man eben einen anderen Weg wählen, um wahrgenommen zu werden.

Zurück

Kursleiterin - Tanja Klaus

Ich kann mich sehr gut an die Geburt meines Sohnes erinnern. Aufgrund dessen, dass es mir während der Schwangerschaft nicht gelang die Angst vor der Geburt abzubauen, stand ich mir selber sehr im Wege. Leider gab es damals Hypnobirthing noch nicht in der Schweiz. Mein damaliger Mann hat mich hervorragend unterstützt und dank ihm kam ich da irgendwie durch. Zeitlich gesehen war es eine normale Geburt, lediglich hätte sie noch besser voran gehen können, wenn ich ruhiger und gelassener gewesen wäre. Hätte ich mich auf mein Urvertrauen verlassen und die mentale Kraft gehabt, welche in der Mentalen Geburtsvorbereitung vermittelt wird, wäre mein Sohn noch ruhiger und noch liebevoller auf die Welt gekommen.

Kursinformationen

Unsere Facebook Seite...

Bloglovin...